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Logopädie

Zum Arbeitsbereich der Logopäden gehören die Diagnostik und die Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluckstörungen und Lähmungen im Gesichtbereich. Die Abteilung Logopädie im Neurologischen Zentrum besteht aus 13 Logopäden und versorgt die Bereiche der Akutneurologie, der Frührehabilitation, der Neurologischen Rehabilitation und der Langzeitpflege. Darüber hinaus werden ambulante Patienten mit neurologischen Erkrankungen behandelt, angeboten werden Einzel- und Gruppentherapien.
 
Sprachstörungen
Bei einer Aphasie ist die Sprache auf der Ebene der Wortfindung, der Wortwahl der Kombination von Lauten zu Wörtern, des Satzbaus und des Sprachverständnisses gestört. Zusätzlich können das Lesen und das Schreiben beeinträchtigt sein.
 
Sprechstörungen
Bei einer Dysarthrie ist die Koordination der am Sprechen beteiligten Organe (Zwerchfell, Kehlkopf, Zunge, Lippen und Gaumen) gestört. Die Sprechmuskulatur kann geschwächt oder gelähmt sein, und es kann zu Stimmstörungen kommen.
 
Lähmungen im Gesichtsbereich
Bei einer Fazialisparese ist die Bewegung und die Koordination der mimischen Muskulatur eingeschränkt.
 
Schluckstörungen
Bei einer Dysphagie ist die Nahrungsaufnahme und das Schlucken von Speichel durch Lähmungen, mangelnde Koordination der Muskeln im Mund und im Rachen oder Einschränkungen der Wahrnehmung gestört. Aufgrund einer Atem- und Schluckstörung ist es teilweise notwendig, dass Patienten zum Schutz der Lunge eine Trachealkanüle bekommen. Innerhalb der logopädischen Therapie wird versucht, die Atem- und Schluckfunktion zu verbessern, so dass die Patienten von der Trachealkanüle entwöhnt werden und eventuell wieder selber essen und trinken können. Diese Patienten müssen meist über eine Magensonde ernährt werden.

Zur genauen Abklärung der Schluckstörung ist es notwendig, eine  Schluckuntersuchung mittels flexibler Endoskopie durchzuführen. Mithilfe eines durch die Nase in den Rachen eingeführten flexiblen, dünnen Endoskops kann bei den meisten Menschen durch Betrachtung des unteren Rachens und des Kehlkopfeingangs direkt vor und nach dem Schlucken eine gute Aussage zur Vollständigkeit des Schluckens und zur Gefahr der Aspiration, d. h. des Gelangens von Speisen oder Flüssigkeiten in die Luftröhre, getroffen werden. Bei diesem für die meisten Menschen wenig belastenden Untersuchungsverfahren können insbesondere auch die Effektivität von in der Therapie erlernten Hilfsmanövern und die Verträglichkeit unterschiedlicher Kostkonsistenzen überprüft werden. In einzelnen Fällen führen wir bei Bedarf ergänzend eine endoskopische Untersuchung der Luftröhre und der Kehlkopfunterseite durch, wenn ein sog. Tracheostoma, eine künstliche Luftröhrenöffnung, vorhanden ist.