Anästhesie
Die Klinik für Anästhesie führt mit 11 Ärzten jährlich über 5.000 Anästhesien vornehmlich in den Fächern Chirurgie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Zahnheilkunde durch.
Für angehende Kolleginnen und Kollegen aller medizinischen Fachbereiche bietet die Klinik für Anästhesie Möglichkeiten, praktische Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen. Die Überwachung und Kontrolle der Vitalfunktionen im Rahmen der Narkoseführung geben Sicherheit für das Erkennen von Notfallsituationen und deren Therapie. Dies ist nur eine Auswahl der umfassenden Themen in der Anästhesiologie.
Im Rahmen eines PJ-Tertials erlernt man die ersten Schritte in der Anästhesie unter kontinuierlicher Aufsicht und Anleitung durch einen Facharzt. Der Studierende lernt im Rahmen der Gerätekunde Narkosegeräte, Spritzenpumpen und das Standardmonitoring kennen.
Weitere Inhalte umfassen
- Blutgasanalyse und Notfall-Labor
- Prinzipien der Narkoseführung bei einer Allgemeinanästhesie
- Grundlegende Pharmakologie der wichtigsten Anästhetika
- Prinzipien der Regionalanästhesie
- Prinzipien der Patientenaufklärung und präoperativen Risikobeurteilung
Im Rahmen der Anästhesie lassen sich gut diverse manuelle Fertigkeiten erlernen:
- Peripherer i.v.-Zugang
- Maskenbeatmung
- orotracheale Intubation
- Anwendung der Larynxmaske
- Durchführung einer Spinalanästhesie
- ggf. Legen eines zentralvenösen Zugangs und
- arterielle Kanülierung
Die Studierenden werden jeweils einem Anästhesisten zugeordnet, die Einteilung erfolgt durch die verantwortliche Chefärztin Dr. Antje Lobenstein bzw. den Oberarzt Sönke Bax. Er steht den Studierenden auch als Mentor zur Verfügung.
Die drei Monate des Tertials werden überwiegend im OP abgeleistet, vorgesehen ist auch ein Einsatz auf der Intensivstation. Dabei wird gerne auf die individuellen Wünsche der Studierenden Rücksicht genommen. Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit, auf dem Notarztwagen mitzufahren.
Darüber hinaus können die Studierenden bei uns während eines zweiwöchigen Praktikums im Bereich der Herzchirurgie die Tätigkeit der Kardioanästhesie mit dem erweiterten Monitoring kennen lernen.
Die wöchentlichen Arbeitszeiten entsprechen denen der Assistenzärzte. Auf der Intensivstation kann ggf. auch im Schichtdienst mitgearbeitet werden. Für die Zeit der Lehrveranstaltungen ist der/die Studierende freigestellt. Jede/r Studierende erhält ein Namensschild.
Ziel und Ausbildung
Die Studierenden sollen unter Supervision des Fach- oder Oberarztes in der Lage sein, einzelne Tätigkeiten des Anästhesisten (Intubation, Spinalanästhesie, Monitoring) durchzuführen. Gegen Ende des Tertials sollte der Studierende in der Lage sein, einfache Narkosen unter kontinuierlicher Supervision durchzuführen. Auf der Intensivstation sollte der Studierende nach einer entsprechenden Einarbeitungsphase in der Lage sein, 1-2 Patienten unter Supervision zu betreuen und diese Patienten im Rahmen der Visite dem Chefarzt/Oberarzt vorzustellen.
Die Studierenden sollen neben den oben genannten praktischen Fähigkeiten insbesondere auch die theoretischen Grundlagen der Anästhesiologie kennen lernen und diese ihrer Tätigkeit im OP zu Grunde legen. Die Kenntnis der Grundlagen aber auch der Risiken und Nebenwirkungen der einzelnen Verfahren sind eine unabdingbare Voraussetzung für die praktische Tätigkeit im OP. Diese Kenntnisse sollten im Rahmen des Einsatzes in den einzelnen OP-Bereichen erlernt werden.
Probeexamen
Jeder/m Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, am Ende seines Tertials ein Probeexamen in Analogie zum mündlichen Teil des zweiten Staatsexamens zu machen. Dazu sollte er sich mindestens zwei Wochen vor Ende des Tertials einen Termin bei seinem Mentor geben lassen. Die Prüfung wird durch den Chef- bzw. Oberarzt abgenommen. Das Probeexamen ist optional.
Wochenend- und Nachtdienste
Studierende sollten am Bereitschaftsdienst teilnehmen. Pro Tertial sollen bis zu acht Bereitschaftsdienste (bis 24 Uhr), ggf. auch NEF-Dienste unter Supervision des jeweiligen Dienstarztes bzw. Oberarztes abgeleistet werden. Dafür wird am folgenden Tag Freizeitausgleich gewährt.
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 07.00 - 07.30 | - | - | Abteilungs-fortbildung | - | - |
| 07.20 - 07.35 | Früh- besprechung | Früh- besprechung | Früh- besprechnung | Früh- besprechnung | Früh- besprechnung |
| 07.45 - 09.15 | - | PJ-Seminar | - | - | - |
| 07.45 – 12.30 | Funktions- bereich | Funktions- bereich | Funktions- bereich | Funktions- bereich | Funktions- bereich |
| 13.15 – 15.45 | Funktions- bereich | Funktions- bereich | Funktions- bereich | - | Funktions- bereich |
| 14.00 - 15.30 | - | - | - | Lehrvisite / Fallsminar(im wöchentl. Wechsel) | - |

